Aktuelles aus dem Kirchenvorstand

„Stabübergabe“ und neue Aufgabenfelder

Seit einem guten Vierteljahr ist nun der neue Kirchenvorstand im Amt. Das für die Gemeindeleitung wichtige Gremium hat seine Arbeit zügig aufgenommen. Es ist ein gutes Zeichen nach innen und nach außen, dass der Kirchenvorstand sich als „Erweiterter KV“ konstituiert hat. Das heißt, zu den 10 gewählten bzw. berufenen Mitgliedern kommen – ohne Stimmberechtigung – noch weitere Gemeindeglieder, die bei der Wahl kandidiert hatten, und die bereit sind für eine Mitwirkung im Erweiterten KV. Die Arbeit des Kirchenvorstands steht somit auf einer breiten Basis; viele Aufgaben und die damit verbundene Verantwortung können besser verteilt werden. Angesichts der künftig sicher nicht geringeren Her­ausforderungen und auch angesichts der langen Dauer einer KV-Periode (6 Jahre!) ist das ein Garant für ein gutes Arbeiten und Durchhalten.
Am Wochenende vom 25. bis 27. Januar sind die alten (soweit sie gesund und frei waren) und neuen Kirchenvorsteher im Bildungszentrum Kloster Roggenburg (südlicher Landkreis Neu-Ulm) zu einer gemeinsamen Klausur zusammengekommen. Das war bereits die dritte KV-Tagung an diesem herausragenden Ort schwäbisch-bayerischer Klosterkultur. (Anmerkung: Ein Familienausflug nach Roggenburg mit seiner wunderschönen Klosteranlage, die durchaus mit Ottobeuren vergleichbar ist, lohnt sich; Roggenburg ist noch immer ein Geheimtipp). Diese Klausurtagung diente als „geistliche Rüstzeit“ und als Gelegenheit zur „Stabübergabe“ vom alten zum neuen KV. Inhaltlich ging es vor allem um das Weitergeben von Erfahrungen und Wünschen sowie um allgemeinen Informationsaustausch und damit um das Sicherstellen von Kontinuität in der Gemeindeleitung. Insgesamt war die Klausur ein intensives und positives Gemeinschaftserlebnis mit einem bewegenden „Werkstatt-Gottesdienst“ als Höhepunkt.
Neben zahlreichen Daueraufgaben stellt sich der neue KV auch der Her­ausforderung „Umweltmanagement in der Kirche“. In diesem Zusammenhang  ist der „Grüne Gockel“ das Umwelt-Gütesiegel der Evangelischen Kirche in Deutschland. Dabei werden ganzheitlich viele Belange des Umweltschutzes und des nachhaltigen Handelns hinterfragt, bewertet und ggf. angepasst. Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen können so z. B. mit kostenneutralen oder gering investiven Maßnahmen ihren Energie- und Wasserbrauch sowie ihr Abfall­aufkommen deutlich senken. Es gibt dafür intensive fachliche Schulungen und eine Begleitung der einzelnen Vorhaben. Durch eine erfolgreiche Realisierung des Projekts werden neue finanzielle Spielräume geschaffen. Das ist wichtig angesichts allgemein stark ansteigender Kosten. Die Verwirklichung des Vorhabens dient auch der allgemeinen Glaubwürdigkeit, was das Anliegen Bewahrung der Schöpfung betrifft. Weit über 200 Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen arbeiten bereits nach dem System „Der Grüne Gockel“; andere sind mitten im Einführungsprozess. St. Lukas plant, bei der Zertifizierung zur Verleihung „Grüner Gockel“ mitzumachen. Das ist eine spannende Aufgabe, um die sich in St. Lukas ein kompetentes Team um Björn Hauptmeier kümmert.
Der neue KV soll und will das Anliegen „Abschluss der Kirchen­innenraumgestaltung“ weiterver­folgen und zu Ende bringen. Zwei Künstlerinnen haben sich dem vorigen KV vorgestellt. Beide wurden für sehr geeignet befunden. Der neue KV legt zur Zeit die Rahmenbedingungen für das Projekt fest und hat zu diesem Zweck am 9. März eine halbtägige Klausur in der St. Lukas-Kirche durchgeführt. Es wurde besprochen, was gefällt und was verbessernswert erscheint. Dabei war u. a. Konsens, dass Altar und Orgel wesentliche Teile der Kirche sind und bleiben. Um das Verfahren für das Gesamtprojekt zu klären, gab es in St. Lukas ein Treffen mit Kirchenrat Helmut Braun vom Landeskirchenamt München, der insbesondere die Einbeziehung eines landeskirchlichen Architekten für die baulich zu klärenden Fragen einbrachte. Der KV wird über den Fortschritt der Arbeiten regelmäßig informieren – schriftlich wie in diesem Gemeindebrief und persönlich im Rahmen geeigneter Veranstaltungen. Die Mitglieder des KV stehen in diesem Sinn gerne jederzeit für Rückfragen und Vorschläge zur Verfügung.

Für den KV:
Ursula Knab und Thomas Schäfer

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