Taufe

"Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen. Du gehörst zu mir und ich gehöre zu Dir."
Die Taufe ist der erste Schritt der Nachfolge. Jesus selbst hat sich im Jordan taufen lassen. Mit der Taufe wird ein Mensch vorbehaltlos in die christliche Gemeinschaft aufgenommen. Sie ist das Symbol, das alle christlichen Konfessionen verbindet.
Die evangelisch-lutherische Kirche sieht, wie viele andere Konfessionen, in der Kindertaufe ein besonders deutliches Zeichen dafür, dass Gott einen Menschen als unverwechselbare Person annimmt, segnet und begleitet unabhängig davon, ob er oder sie selbst irgendeine Leistung bringen kann.

Alle "im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" Getauften gehören zur weltweiten Christenheit und sind eingeladen, in Gemeinschaft mit anderen ihr Leben von der Taufe her zu verstehen und zu gestalten. Zur Taufe zugelassen sind alle, die bereit sind, den Glauben an den Dreieinigen Gott zu bekennen.

Bei der Kleinkindertaufe sprechen die Patinnen und Paten stellvertretend das Glaubensbekenntnis.
Jugendliche und Erwachsene brauchen in diesem Sinn keine Paten, aber vielleicht wollen sie trotzdem welche an ihrer Seite, die ihren Glaubensweg begleiten können. Neben der Wahl der Paten ist die Wahl des Taufspruches wichtig bei der Vorbereitung zur Taufe.
Das wichtigste Element der Tauffeier ist das Wasser. Dreimal wird dem Täufling Wasser über den Kopf gegossen. Dazu spricht der Pfarrer:
"Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."
 

Praxis der Taufe: Häufige Fragen:

Wie alt sollte mein Kind zur Taufe sein?

überlegen viele Eltern, ob ihre Kinder eine Erinnerung an ihre eigene Taufe haben sollten und lassen sie deswegen später taufen.
Grundsätzlich ist eine Taufe in jedem Alter möglich, denn jeder Mensch ist von Gott angenommen, egal wie alt man ist. Es bietet sich an, die Kinder relativ kurze Zeit nach der Geburt zu taufen, um sie so früh wie möglich in Gottes Hand zu wissen.

Wer kann Taufpate oder Taufpatin werden?
Wichtig ist natürlich, dass der Pate/die Patin den christlichen Glauben und die Kirchenmitgliedschaft bejaht. Außerdem sollte der Taufpate/die Taufpatin selbstverständlich zum Täufling einen persönlichen Bezug haben und in der Lage sein, das Kind und die Eltern auf dem Lebensweg zu begleiten.
Grundsätzlich können alle Getauften und Konfirmierten evangelischen Christen Patin oder Pate sein. Auch Angehörige anderer christlicher Kirchen können das Patenamt übernehmen, sofern es sich nicht um Sekten handelt.

Was ist eine Patenbescheinigung?
Kommt der Pate/die Patin nicht aus der Kirchengemeinde des Täuflings, werden sie um eine Patenbescheinigung gebeten. Diese stellt das Pfarramt der Kirchengemeinde aus, in der die Patin oder der Pate wohnt. Die Patenbescheinigung bestätigt die Kirchenzugehörigkeit.

Müssen die Eltern Mitglieder der Kirche sein?
Während der Taufhandlung werden die Eltern gefragt, ob sie den christlichen Glauben an ihr Kind weitergeben wollen. Dazu sollten sie JA sagen können. Deshalb sollte zumindest ein Elternteil Mitglied einer christlichen Kirche sein.

Gibt es eine ökumenische Tauffeier?

Obwohl die evangelische Taufe in allen Kirchen Gültigkeit hat, gibt es noch keine gemeinsame ökumenische Tauffeier. Es gibt allerdings viele Möglichkeiten ökumenische Elemente in die Tauffeier einfließen zu lassen. Fragen Sie Ihren Pfarrer.


Vorbereitung der Taufe:

Wenn Sie Ihr Kind oder sich selbst taufen lassen wollen, wenden Sie sich bitte an das Pfarramt. Der Pfarrer wird einen Termin mit Ihnen vereinbaren, um das Fest in Ruhe besprechen zu können. Bei einer Kindertaufe ist es wertvoll, wenn neben den Eltern auch die Patinnen und Paten bei dem Vorgespräch dabei sind. Sie haben eine wichtige Funktion im Taufgottesdienst. Bei diesem Treffen wird besprochen, wie die Tauffeier ablaufen soll. Bei vielen Elementen (den Liedern, der Musik, den Fürbitten, der Taufkerze) können Sie die Feier mitgestalten. Vorschläge wird Ihnen Ihr Pfarrer machen.



Checkliste zur Taufe:

  • Taufanmeldung (persönlich oder telefonisch)
  • Festlegung des Tauftermins und des Taufgesprächs mit dem Pfarrer
  • Wo wird die Taufe gefeiert: Vorbestellung der Räumlichkeiten
  • Taufgespräch: Patenbescheinigung der Kirchengemeinde bereitlegen, aus der die Paten stammen (wenn die Paten bei einer anderen Kirchengemeinde gemeldet sind, als bei der Taufgemeinde)
  • Geburtsbescheinigung und Stammbuch bereitlegen
  • Haben Sie selber einen Taufspruch herausgesucht oder soll der Pfarrer einen Spruch für Ihr Kind aussuchen? (Wenn Sie Anregungen brauchen: www.taufspruch.de)
  • Ablauf der Taufe in der Kirche durchsprechen
  • Mitmachmöglichkeiten im Gottesdienst klären: Lieder, Musik, Gebete, Texte und evtl. Liedblatt überlegen
  • Wer besorgt den Blumenschmuck, wer schmückt die Kirche?
  • Taufkerze / Taufkleid: Eine Frage der familiären Traditionen
  • Foto und Videoaufnahmen absprechen
  • Kollekte/Spenden bedenken und ggf. selbst weiterleiten
  • Versand der Einladungen zur Tauffeier
  • Evtl. Taufanzeige in Zeitung oder Gemeindebrief veröffentlichen

Wichtig ist die Auswahl eines Taufspruches. Dieser biblische Vers soll den Getauften oder die Getaufte ein Leben lang begleiten. Wählen Sie ihn mit Sorgfalt aus und besprechen Sie mit Ihrem Pfarrer, Ihrer Pfarrerin die Entscheidung.


Weitere Informationen zur Taufe (zum Herunterladen):
Anmeldeformular (pdf)
Tauf-Sprüche (pdf-Format)

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